JFB – Ferienbibelschule Nürnberg

Geschrieben am 14.Jun 2006 in Aktuell, Besonderes, Freunde, Glaube, Mein Tag    Drucken Drucken

Heute will ich mal kurz erzählen, was ich letzte Woche so erlebt hab.

Ich wurde von Matthias eingeladen, an der JFB (Jugend-Ferien-Bibelschule) teilzunehmen. Die Themen waren

  1. Die Gemeinden des NT
  2. Exegese/Homiletik
  3. Exodus
  4. Freundschaft zwischen Jungen und Mädchen

Ich konnte mir nicht unter allem was vorstellen, meldete mich aber an und fuhr dann auch Montag abend los, um etwa 19 Uhr war ich dann da. Als allererstes begegneten mir zwei Kerle, die ich ganz lustig fand. Der eine hatte eine Schildmütze auf, die Hände in den Taschen und war ein dunkler Typ, nicht allzugroß. Er erinnerte mich an einen kleinen Skater oder Rocker, um ehrlich zu sein.

Der andere machte einen normalen, durchschnittlichen Eindruck auf mich. Erst als er begann, zu sprechen, konnte ich mir auch von ihm nen ersten Eindruck machen. Auch hier lag ich ziemlich daneben. Ich fragte mich, warum der Kerl so neugierig war und, bevor wir uns richtig vorgestellt hatten, schon wissen wollte, wieviel mein Auto gekostet hat und ob ich reiche Eltern hätte… etwas zögerlich beantwortete ich ihm die Frage.

Dann schüttelte ich zwei Mädels die Hand, Katha und Salome, die mir ziemlich teilnahmslos vorkamen. Sie kamen und gingen hin und her.

Später erschien auch Matthias, der mich gleich lächeldn die Hand schüttelte. Auch mit einigen anderen machte ich mich bekannt.

Als wir einen kleinen Spaziergang durch die “graue Wüste Nürnberg” machten, waren die beiden Kerle von oben die, mit denen ich (neben Rodica, Matthias’ Frau) am meisten redete. Ihre Namen prägte ich mir schnell ein. Der Rockin’-Skater (der keiner war) hieß Christian, der andere Johannes.

Ich wusste noch nicht, dass die beiden mir die Nächsten werden würden.

Unser erster Abend mündete in ein Spiel, bei dem wir uns kennenlernen sollten. Das taten wir aber nicht wirklich, allein die Namen konnte man sich ein bisschen merken, keinsfalles die Person hinter dem Namen. Doch dass sich das noch geben würde, war für uns keine Frage.

Zufällig hatte ich meine Isomatte grad bene Chris’ gelegt. Dann kam Jo auch noch zu uns und mit der Zeit auch noch ein 15-jähriger, strohblonder Kerl namens Nathanael. Der machte sich gleich mit seiner riesigen aufblasbaren Matratze breit und gesellte sich zwischen mir und Jo.

Die Tage und Themen vergingen schnell. Gleich zu Beginn redeten wir über die Gemeinden. Wie Thomas P. das rüberbrachte war einfach klasse. So lebendig und frisch, als ob es nicht die Gemeinde in Phillippi, sondern die Gemeinde in Stuttgart wäre! Das gleiche für die Korinther und die in Antiochia – einfach wirklichkeitsnah.

Peter E. brachte uns dann den Exodus, also den Auszug aus Ägypten der Isrealiten nahe. Eine Art Vortragsreihe von einem erfahrenen Lehrer, der sich gut damit auseinandersetzte. Als Spruch ist mir geblieben: “Das Schachmatt des Teufels beendet nicht das Spiel!” Am Schluss der Vortragsreihe sah ich den Auszug, die Plagen, Mose und das Volk Israel mit anderen Augen. So, als ob ich dabei gewesen wäre. Lebhaft, Echt.

Mittlerweile lernten wir uns sagenhaft kennen. Keines der Gespräche, die wir führten, auch nicht die kurzen, waren oberflächlich oder Small-Talk… ich redete mit Menschen, von denen ich vorher gezweifelt hatte, dass es sie gab: Echte, bekehrte, wiedergeborene Christen außerhalb der Friedensstimme (Womit ich auf überhaupt garkeinen Fall sage, dass die Leute in der Friedensstimme das auch wirklich sind – sie beanspruchen nur oft, es zu sein!)

An den Menschen, bzw an den meisten, bemerkte man ihre Echtheit. Echt war, dass sie nicht immer in Sonntagshosen und Anzügen kamen – denn das ist total an der Realität vorbeigeschossen (Auch wenn einige betonen, dass man eben heilig vor Gott erscheinen soll. Da stimme ich nur mit einem weisen Theologen überein: Ein wahrer Heiliger ist in der Unterhose genauso heilig wie im Pastorengewand!). Echt war auch ihre Hingabe, wenn es ums Spülen oder trocknen oder Klo putzen ging. Es gab keinen Tag, an dem sich nicht mindestens 4 Leute freiwillig meldeten. Echt war auch, wenn wir nach dem Licht ausmachen uns noch kurz unsere Geschichten erzählten, und dann zu Gott beteten und mit ihm redeten als wäre er hier, einer von uns. Und echt war die Begeisterung, die wir fürs Wort Gottes aufbrachten. So anders als gewohnt…

Mirjam und Susi waren dann die beiden Mädels, mit denen wir am Meisten zu tun hatten. Die saßen nämlich vor uns. Beide waren mir sehr sympathisch, nur dass Miri eher die Frau mit dem “gefährlichen” Blick ist *g* und Susi eine ganz liebe, mit der ich mich umso besser verstand, desto näher der Abreisetag kam.
Als wir dann unterrichtet wurden in Exegese (“Auslegung”) und Homiletik (=”Verstehen”), wurde mir bewusst, wie deutlich Matthias es im Gegensatz zu Oskar R. vor 2 Jahren rüberbrachte. Uns wurden wirkliche Wekzeuge zum Verständnis der Schrift in die Hand gedrückt, und nicht nur gesagt “Legt mal dies und das aus und tragt es uns vor”. Okay, die Mädels konnten nicht wirklich was damit anfangen, dennoch ist es ja auch für Mädels wichtig, die Bibel zu verstehen.

Der Samstag Abend war die Krönung des Ganzen. Eigentlich wollte ich da schon zuhause sien. Wie froh bin ich aber, dass ich noch dort blieb. Wir machten einen Zeugnisabend ums Lagerfeuer herum und erzählten uns, wie Gott uns gefunden, geführt, bewahrt, auf die Probe gestellt und auch gezüchtigt hatte. Dann begann Chris und erzählte seine bisherige Lebensgeschichte und den Wundern, die in seinem Leben geschahen. Aus einem Dieb, Trickser, Kiffer und somit Drogenabhängigen wurde ein Kind Gottes, dem man es heute nicht ansieht, wie hart sien Lebens früher war. Seine Story war so ergreifend, dass wir alle nur staunen konnten, wie groß Gottes Liebe zu uns kaputten, versauten und bösen Menschen doch ist. Als er am Sonntag auszugsweise dieses Zeugnis vor der ganzen Gemeinde erzählte, waren alle Besucher betroffen und Gott gegenüber dankbar. Ihm wurde ein kleines Heft von und über Nicky Cruz in die Hand gedrückt.

Als wir uns dann Sonntag verabschiedeten, nahm jeder ein Stück vom anderen mit. Wir sprachen uns ab, dass ein Nachtreffen oder ein Treffen in kleinerem Kreise sicherlich spitze wär. Mal sehen obs zustande kommt.

Ich hatte hier leider nicht die Zeit, von allen zu berichten. Es gibt noch einiges zu sagen über Michel, Michael, Vreni, Katha, Nathanel, Thomas, Matthias, Rodica, Paul, usw….aber dazu reicht die Zeit mir einfach nicht grad. Ich hab euch nicht vergessen!

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6 Meinungen zu “JFB – Ferienbibelschule Nürnberg”

  1. Nathanael Hampp 14 Juni 2006 at 15:35 #

    Hey Albèr,(o.so ä.)
    des beschreibt alles echt gut. Vor allem deine ersten Eindrücke fand ich super. Aber sag mal, wolltest du nicht von mir ein bischen ernstlichkeit mit nehmen. SO und jetzt schau dir mal die Zeit an, um die du diesen Artikel reingestellt hast. Nanana….Egal trotzdem super.
    Gruß Nathanael ;-)

  2. rob 14 Juni 2006 at 17:31 #

    hey,

    ja, ich hab mal ehrlich so geschrieben, wie ichs empfunden hab ;-) die uhrzeit ist übrigens normal…fast! meine tageinteilung ist etwas anders, ich beginne ihn erst so gegen 9:30 uhr, nicht wie andere schon um 5, 6 oder 7!

    danke fürs kommentieren!

  3. Michi&Basti 15 Juni 2006 at 16:44 #

    Sooo hier sitzen zwei ganz ganz beileidigte Jungs weil sie in deinem Bericht net vorkommen ;-) Aber dafür haben wir schonmal keinen bösen Blick ;-)
    Achjo einige von uns waren auch erstaunt das es noch Gläubige außerhalb der Fränkischen Volksmission Nürnberg gibt ;-) worüber die dankbar sind! ;-)
    Naja mal gucken vielleicht kommt von mir demnächst auch noch a Berichtle auf die JFB Seite
    Grüßle
    Michl & Basti

  4. rob 15 Juni 2006 at 16:57 #

    Ach mist, hab ich euch beide doch wirklich unterschlagen. LEUTE; SEHT HER, ZWEI SEHR WICHTIGE PERSÖNLICHKEITEN, DIE FÜR GANZ VIEL ORGANISATORISCHES ZEUG ZUSTÄNDIG WAREN!!!!
    … den beiden sei ein trullala, trullala….

  5. Verena 15 Juni 2006 at 19:57 #

    Soso, hey des hast du echt super geschrieben. Echt interessant das mal so aus deiner Sicht zu lesen. Hab erstmal echt überlegt, welche 2 du als erstes gesehen hast *g*.
    Gruß Verena

  6. Anonymous 15 Juni 2006 at 20:58 #

    Echt Toll, wie das geschrieben hast Albert!!! Authentisch pardon ECHT aus deiner Perspektive (meiner Meinung nach nichts unterschlagen)! – Hat Spass gemacht einen ausführlichen, aber nicht zu langen Bericht über die JFb durchzulesen und werde das ganz bestimmt nicht das letzte mal tun
    Gottes Segen johannes

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