Woher stammt das Leben? – Werner Gitt, Würzburg (+Download)
“Die Herkunft des Lebens aus Sicht der Information”
Am Freitag abend waren Steve, Phil und ich in Würzburg auf einem Vortrag aus der Reihe “Vom Denken zum Glauben” von Prof.Dr. Werner Gitt.
Die Fahrt dorthin ging relativ zügig.Wir fuhren mit 2 Autos los, die beiden ließen ihre Kiste dann auf nem Parkplatz vor der Auffahrt zur A81 stehen, stiegen zu mir ein und ich drückte auf die Tube. 50 Minuten später waren wir schon da und traten ins Gemeindehaus der freikirchlichen baptistischen Gemeinde ein:
Relativ schnell fanden wir einen Platz – und zwar in der allerersten Reihe, links.
Nachdem der Vorredner die Einleitung gemacht hatte und wir ein Lied gesungen hatten, kam Werner Gitt auf die Bühne.
Ich kannte seine Stimme ja schon von zahlreichen Vorträgen her, aber als er da so hochkam und noch nichts gesagt hatte, hätte ich mir eine ganz andere Stimme vorgestellt. Nachdem er die Einleitung hinter sich hatte, gings mit dem Vortrag los. Und ich muss sagen: Aus Sicht der Information ist es wirklich beweisbar, dass das Leben garnicht aus der Evolution heraus entstehen KANN!! Denn Information kann nicht aus dem nichts entstehen, wie man es sich bei der Materie vorstellen könnte.
Information benötigt immer einen Sender, jemanden, der Information weitergibt. Wie zum Beispiel die Staumeldungen auf der Autobahn. Entweder macht das der Radiomoderator durch die Materie “Radio” oder es machen Geräte, die die Autobahn überwachen. Aber auch diesem Gerät muss erst einmal eine vom Menschen eingegebene Information (das “Programm”) vorliegen, damit es weiß, was es leisten soll. Von sich selbst aus sind diese Materien logischerweise nutzlos.
Werner Gitt sprach ca. 1,5-2 Stunden. Die Bibel als Quelle seiner Ausführungen verwendete er ausdrücklich NICHT bei seinen Erläuterungen. Er sprach nur über Naturgesetze und die Unmöglichkeit der Verletzung dieser (es sei denn es geschieht durch die wunderbare Aushebung dieser Gesetze durch den Gesetzgeber!). Ein Beispiel aus der Mathematik:
(a+b)² ist nicht a² + b². Das Gesetz der Binomie besagt, dass es a²+2ab+b² heißen muss.
Naturgesetze haben die Eigenschaft, dass sie grundsätzlich immer zutreffen (Die Anziehungskraft der Erde auf Materie zum Beispiel), dass sie nicht auszuhebeln sind, auch wenn man sie kurzzeitig “austricksen” kann.
Ebenso gibt es Gesetze aus der Chemie, der Physik und anderen Arten. Es gibt aber keine Gesetze über das Leben, bzw: Es sind noch keine bekannt außer eines: Leben entsteht immer aus Leben!
Lebendiges kann nie aus etwas Totem entstehen. Eine Mutter, die vor der Geburt ihres Kindes stirbt, hat auch mal gelebt, ist also kein Gegenargument. Kurz abgeschweift: Wenn die Erde aus dem Urknall entstanden sein soll, dann muss es schon davor Leben gegeben haben. Damit könnte man klarkommen, man weiß es ja nicht. Allerdings: Wenn der Urknall der Anfang gewesen sein sollte: Woher kommt denn die Materie, die da explodiert ist? Woher kommen diese Elemente? Sind sie von selbst entstanden? Lächerlich, da wir Menschen eigentlich wissen, dass nichts von selbst entstehen kann. Ein Auto baut sich nie selbst zusammen, Ein Drucker druckt nie selbstständig etwas aus. Ein Mensch entsteht nie ohne das Zusammenkommen von Eizelle und Samen. Es muss grundsätzlich erst der Befehl dazu kommen. Nur: Bei der Entstehung des Lebens wollen wir uns wahrmachen, dass es geht! Da geht auf einmal alles von alleine! Eigentlich zeigen wir damit nur, dass wir unseren Verstand, unser Denken dabei aushebeln, wenn wir das behaupten.
Werner Gitt zeigte anhand vieler Beispiele, dass in jedem Lebewesen Information vorhanden ist. Super war das Beispiel eines Vogels, der in Alaska schlüpft, zur Kältezeit aber ins 4500 km entfernte Hawaii fliegt. Dabei ist nicht nur erstaunlich, dass die Vögelug, die ja nie zuvor da waren, auf Anhieb den richtigen Weg finden (eingebautes GPS??), nein noch viel mehr: Der Vogel frisst sich für diesen Flug 70 Gramm an, welches er auf dem Flug verbrennt. Wohlgemerkt: Es gibt keine Zwischenstation, wo er landen könnte! Er muss es 4500 km durchhalten, ohne Pause.
Berechnungen haben ergeben, dass der Vogel aber 90 Gramm Fett benötigt, um den Flug zu bewältigen, alles andere würde ihn vorzeitig ins Meer stürzen lassen. Hier greift schon die nächste Information ein: Die Vögel wissen, dass sie in einer Art Keilform fliegen müssen! Dadurch senkt sich der Luftwiderstand und der Energieverbrauch. Wenn sie so auf der Insel ankommen, haben sie sogar noch 6 Gramm Fett übrig.
Dieses Beispiel wurde uns anhand einer ausführlichen Grafik eines biologioschen Forschers präsentiert und zeigte die exponentielle Abnahme des Fetts in der Flugzeit sowie den Verbrauch bei Flug im Alleingang und in Keilform.
Jetzt die Frage: Woher weiß der Vogel, wo Hawaii ist? Eine kleine Abweichung verändert die Route, das Fett reicht nicht aus – und er stürzt ins Meer! Woher weiß der Vogel, dass er in Keilform fliegen muss, um es zu schaffen? Kann Information aus sich selbst entstehen, sich selbst entwickeln? Auch dieser Sache ging Gitt auf den Grund.
Information kann nicht aus Materie entstehen! Zwar kann man sich folgendes vorstellen:
Mein Kumpel und ich gehen Pilze pflücken. Er schnappt sich Fliegenpilze, isst sie und stirbt. Nun habe ich eine Information bekommen: Iss nie Fliegenpilze, sonst stirbst du! Diese Info hat mir niemand gesagt, ich habe sie in meinem eigenen Kopf gebildet, sie entwickelt, sozusagen.
Nun, hierbei handelt es sich um mehr als nur Entwicklung einer Information. Denn: Pflanzen können nichts voneinander abschauen und sich dann umentwickeln. Tiere wie Ameisen nehmen die Information einer süßen Falle nicht konsequent wahr, d.h. sie lernen nicht von den bereits in die Falle getappten Ameisenverwandten – sondern sie machen schnurstracks den gleichen Fehler! Intelligentere Tiere können wohl Fehlverhalten mit den Folgen abschätzen, trotzdem fehlen Dinge wie Schuldgefühle. Was also den Menschen vom Tier oder von der Pflanze unterscheidet, ist der Verstand bzw der Geist, der im Menschen steckt.
Die Information wird also nicht in der Materie gebildet, sondern im Geist durch den Verstand des Menschen. Damit wäre gezeigt: Information entsteht nicht in Materie. Information muss gegeben werden, sei es durch Gehörtes oder Gesehenes. Information entsteht nicht aus sich selbst, sondern wird durch äußere Eindrücke erzeugt.
Woher hat nun der Vogel aus Alaska seine Information? Woher “weiß” die Orchidee, wie sie sich genau entwickeln muss, damit sie richtig “funktioniert”? Und vor allem: Die Information in der menschlichen DNA – wer hat sie programmiert? Der Zufall? Eine derart systematische, gut durchdachte und vor allem noch stylische Muster einer einfachen Schneeflocke beispielsweise – Zufall? Der Zufall erzeugt meistens nur Chaos, aber kein perfekt abgestimmtes System, wie wir Menschen es sind. Niemals!
Alles in Allem fand ich den Vortrag sehr gut. Natürlich hat Werner Gitt sehr viel mehr erläutert als ich es hier tat, er ist wissenschaftlicher vorgegangen und hat beispielsweise den Begriff Information erst einmal definiert und anhand einer 5-stufigen Grafik aufgeteilt und aufgezeigt, wann der Begriff Information zutrifft und wann nicht.
Wer sich für den Vortrag interessiert, kann ihn übrigens hier downloaden bzw. anhören (Bitte selbst aus der Liste auswählen!)
Ähnliche Beiträge:



Hab den Vortrag mal durchgearbeitet. Ist echt interessant! Wenn ich mich nicht irre, ist seine Definition der Information leider wissenschaftlich nicht anerkannt oder zumindest nicht Bestandteil der allgemein anerkannten Informatik. Ob zu Recht oder zu Unrecht… Würde gerne wissen was er dazu sagt, halte nämlich viel von seinen Vorträgen. Kannst ihn ja mal Fragen wenn du ihn nochmal hörst.
Es gibt IMMER Gegenstimmen, wenn jemand meint, er habe was neues entdeckt. Und noch viel mehr, wenn es dabei um Religions- oder Glaubenswerte geht. In der Wissenschaft geht es dabei immer noch um Macht.
Nach seinem Vortrag und Einladung zur Erklärung des Planes Gottes rief noch ein Student aus “ich habe noch einige Gegenargumente zu ihren Hypothesen!” Werner Gitt winkte jedoch ab – verständlich, weil er eben zur Buße aufgerufen hatte. er gab dem Studenten jedoch die Möglichkeit zu einem Gespräch. Nur: öffentlich wäre es im Sinne der Wissenschaft wohl besser gewesen.