An meinem letzten Tag
Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. (Psalm 90, Vers 12)
My last day on earth
Die Überschrift dieser Seite wird für manche makaber erscheinen, vielleicht auch der Inhalt. Jedoch denke ich, dass jeder von uns einmal im Leben eine solche Seite schreiben sollte. Damit zeigen wir, dass wir uns Gedanken über Leben und Tod gemacht haben. Dass wir nicht sinnlos leben. Dass wir einen Sinn im Leben sehen. Und in dem “Danach“.
Und welcher Zeitpunkt ist besser als der jetzige?
Ich hab mir oft schon gedacht, wie es wohl für alle meine Freunde sein würde, wenn ich eines Tages unerwartet gehen werde. Ich erinnere mich an Beate, die ganz plötzlich verstorben ist, als wir in der elften Klasse waren. Auf ihrer Beerdigung lief “Abschied nehmen” von Xavier Naidoo. Hat mich sehr bewegt. Sie war doch erst 17 und hatte noch das ganze Leben vor sich..
Mit jedem von uns kann so etwas passieren. Oft dann, wenn wir es am Wenigsten erwarten. Verkehrsunfall, Krankheit, oder urplötzlich, ohne ersichtlichen Grund.
Ich habe einen guten Freund. Obwohl er fast 60 Jahr älter ist als ich, verbindet uns doch sehr viel. Er ist mir ein großes Vorbild. Ein Mann des Friedens. Ein Mann helfender Worte. Ein Mann des Gebets. Ein echtes Kind Gottes.
Auf einer Beerdigung vor einem Jahr spielte eine Frau auf der Geige. Das gefiel dem Mann sehr, er wurde jedes Mal zu Tränen gerührt, als die Geige ihre Harmonien von sich gab. Am Ende der Beerdigung ging er auf die Frau zu und bat sie “Hör mal, auf meiner Beerdigung spielst du doch auch Geige, nicht wahr? Bitte!”
Und heute… spielte sie die Geige. Für ihn. Zum letzten Mal.
Das veranlasste mich, über meine Beerdigung nachzudenken. Ich weiß nicht, wann sie kommen wird. Aber sie wird eines Tages kommen, wenn wir nicht davor von Jesus in den Himmel genommen werden. Ich habe zwei Wünsche für meine Beerdigung. Es sind keine schweren Dinge.
Erstens läge mir am Herzen, dass die Menschen nicht in schwarz gekleidet kommen. Sicher, nicht alle werden es wissen. Aber ihr wisst es. Kommt nicht in schwarz, kommt in weiß – wie es beispielsweise auf japanischen Beerdigungen der Fall ist. Die Menschen trauern in weiß. Diesem Wunsch liegt zugrunde, dass weiß die Heimat des Lichtes ist.
Und Jesus ist das Licht. Bei ihm werde ich sein.
Zweitens fände ich es schön, wenn ihr nach der Beerdigung gelbe Luftballons steigen lassen würdet. Lasst sie in den Himmel, lasst sie frei.
Und eine dritte Sache, die nichts mit der Beerdigung zu tun hat: Erhaltet mein Blog, wenigstens für drei Jahre, nachdem ich gegangen bin.
Danke.
All denen, die bleiben werden, möchte ich sagen: Wenn ihr Jesus noch nicht gefunden habt, beeilt euch und sucht ihn! Glaubt seinen Worten und lasst ihn in euer Herz. Es gibt nichts, aber auch absolut garnichts, das wichtiger sein könnte als diese eine Sache, denn wisset: Mit dem Tod ist nicht alles aus, nein, vielmehr: Mit dem Tod beginnt erst alles! Die Ewigkeit beginnt! Ein Ort außerhalb unserer Vorstellungskraft, außerhalb der Zeit! Nutze den Tag, nutze die Chance, verbringe sie nicht in der Hölle, aus der es kein Zurück mehr geben wird!
Und wenn ihr Jesus schon gefunden habt, dann warte ich auf euch. Es wird wunderschön. Ich freu mich drauf.
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eigentlich nicht verwunderlich, dass hier noch kein kommentar ist….
wir alle denken: ich bin zu jung um zu sterben (und das egal in welchem alter!!!)
ich muss gerade über uns menschen lächeln, dass wir einfach so eingeschränkt und so begrenzt in unserem denken und unseren vorstellungen, dass wir denken, dass dieses leben hier “das LEBEN” ist und es nix wichtigeres mehr gibt…wobei das eigentliche LEBEN erst anfängt, wenn dieses hier zu ende ist und wir hier auf dieser welt nur da sind, um uns auf das eigentliche leben danach vorzubereiten! (das lied lässt mich daran denken und ruft es mir in erinnerung…cooler text!)
ich finds hammer, dass es noch nen menschen gibt, der sich gedanken um seinen tod und seine beerdigung gemacht hat…das mit den weißen kleidern habe ich mir auch so überlegt!!! aber nicht, weil es in anderen ländern ne trauefarbe ist, sondern weil es bei uns eine farbe der freude ist…und eine beerdingung (außer der tatsache des verlusts und des abschieds) hat im grunde was freudiges an sich (“sterben ist mein gewinn”, sagt paulus…natürlich unter der voraussetzung, dass “christus mein leben ist”.
bei mir im ort war ich mal auf dem friedhof spazieren, da bin ich an einem grabstein vorbeigelaufen (ein ganz einfacher buntsandstein, kein marmor oder so, nicht poliert, sehr schlicht), da stand ein name, es war ein name von einem mann…mehr weiß ich nicht, denn an der stelle, an der sein geburts- und sterbedatum sein sollte, stand geschrieben: “Da Gott leben ist, ist leben ewig!”
da dachte ich mir, der mann hats verstanden gehabt!
und obwohl er gestorben ist, “predigt” sein grabstein weiter.
ich hab mir dann auch überlegt eine missionsbotschaft auf meinem grabstein schreiben zu lassen, denn die menschen sind viel empfänglicher für diese botschaften, wenn sie aufm friedhof sind und sind veranlasst darüber nachzudenken…
vielleicht ist es aber auch unnötig sich gedanken über seine eigene beerdingung zu machen, denn, wenn nach dem tod das eigentliche leben erst begonnen hat, ist es eh voll egal was hier auf der erde war oder ist…
wichtig ist es sich hier in diesem leben auf das EIGENTLICHE leben in der ewigkeit vorzubereiten und zusehen, dass die vorbereiteten wohnungen, die noch leer stehen in des vaters haus, gefüllt werden!
Hey du…..darf ich diesen artikel auf meinem blog verlinken…??? Du sprichst mir aus dem herzen bruder, Gott segne dich!!!
Natürlich darfst du das…kannst auch das ganze blog verlinken *lol*