Einweihung in Schwäbisch Gmünd

Geschrieben am 08.Okt 2007 in Aktuell, Besonderes, Mein Tag    Drucken Drucken

Am Sonntag gabs ein ziemlich großes Event in der Gemeinde Schwäbisch Gmünd: Das neue Gemeindehaus wurde endlich eingeweiht. Es ist wohl eher ein Zentrum, denn es ist wirklich groß und auch vielseitig.

Bei einer Führung wurde uns gesagt, dass sich elementare Objekte des Gemeindehauses per Web steuern lassen. So können beispielsweise die Fenster von überall aus auf der Welt geöffnet oder geschlossen werden. Was noch alles geht, weiß ich jetzt nicht…vielleicht kann mir das ja noch jemand erläutern. Das zeigt aber, dass an alles gedacht wurde, was meistens nur durch viele Jugendliche Leute mit Ahnung von fortschrittlicher Technik möglich ist.

Aber ich fange mal von Vorne an. Gegen kurz nach 9 kamen Rudi und ich in Gmünd-Hussenhofen an. Am Freitag schon war das Grand Opening für Jugendliche, was anscheinend megacool gewesen sein soll und für Leute bis 30 gedacht war. Die kleinen, stylischen Flyer dazu sind rechts noch mal zu sehen.

Einen Parkplatz fanden wir sehr schnell, denn die meisten Gemeindeglieder hatten die Parkplätze für Gäste freigelassen. Tja, und als ich so reinkam ins Gemeindehaus, kam mir ein kleiner, dicklich-blonder Junge entgegen, der mir zurief “Heee!! Ich hab dich doch in Italien kennengelernt!!!

Oh mann“, dachte ich, “wenn ich jetzt schon Leute hier treffe, die ich 900 km weiter kennengelernt habe, wer wird mir DANN noch alles über den Weg laufen?” Es waren einige. Sogar Maria, mit der ich vor bald 4 Jahren Abi gemacht hab, traf ich nach einer langen Zeit wieder. Einfach krass.

Zum Beginn des Gottesdienstes saß ich wieder neben Chrissi und Viktor, oben auf der Bühne. Obwohl wir uns das letzte Mal in Gmünd angeregt über deren Durchführungspraxis unterhalten hatten (und Chrissi von einer Gmünderin deswegen “verflucht” wurde, wie sie es nannte), wagte ich es wieder, mich dort hin zu setzen. Argumente würden mir eh nicht ausgehen, und ich verteidige ja eh immer die, die von anderen klein gemacht werden, auch wenns vielleicht nicht meiner eigenen Denkweise entspricht.

Von oben konnte man auch relativ gut sehen, sodass ich einige Fotos machen konnte (Leider nur mim Handy). Der GoDi wurde von mindestens 3 Kameras mitgeschnitten und auf Leinwände übertragen, weil es nicht genug Platz innerhalb des Gemeindehauses gab und man die Leute auch noch vor Leinwände im Foyer und den oberen Räumen setzte.

Aus der Predigt wurde deutlich, dass das Gemeindehaus ein Reich Gottes symbolisieren solle. Der Prediger (war es Daniel Siemens?) stellte auch ganz klar heraus, wer Wort wie “Dein Reich komme” überhaupt verwenden darf. Seine Auslegung war direkt, aber richtig. Fast hatte ich den Eindruck, als würde es aber nicht allen gefallen, die da im Raum saßen…

Zu Essen gabs dann auch genug. Dan hatte man eben Zeit für die Besichtigung, für Gespräche mit Freunden und Bekannten oder um sich den 15-minütigen Gemeindefilm anzusehen, der deutlich machte, wer die Gemeinde ist und was das Ziel dieser Gemeinschaft ist.

Fand ich richtig gut. Alles war perfekt organisiert, ein Beispiel für alle, die etwas ähnliches planen. Es stimmte alles.

Im zweiten Teil, der nachmittags stattfand, bekam man relativ viel Persönliches von den Gemeindemitgliedern zu hören. Vor allem bewegte uns die Geschichte meiner früheren Kinderstundenleiterin, die während der Bauzeit des Hauses von einem Gerüst gefallen war und sich dabei alle 10 Rippen gebrochen hatte. Durch ein Wunder war sie innerhalb kürzester Zeit wieder gesund geworden und schon nach drei Monaten mit der Jugend auf einer Jugendfreizeit unterwegs.

Aber auch der Chor und die Blasinstrumente sowie die Streicher rund Zupfer lieferten ein wahrhaftig schönes Sound-Erlebnis. Ich erinnerte mich an die Taufe, wo die Lautsprecher noch nicht so toll funktioniert hatten und dermaßen übersteuerten, dass es überlaut pfiff. Jetzt war davon nichts mehr zuhören, die Technik funktionierte tadellos.

Nach dem Kaffee & Kuchen unterhielt ich mich wieder mit haufenweise Leuten und machte mich aber auch bald auf den Heimweg nach Mosbach.

Allgemein gesehen war es sehr professionell. Musik mäßig könnte man einem staatlichen Chor sehr wohl Paroli bieten. Die Architektur des neuen Hauses ist wohl die schönste, die ich bis jetzt in einem Gemeindehaus gesehen habe. Sehr gut gefällt mir auf der Rückseite des Gebäudes die Terrasse nach der Art eines Amphi-Theaters. Im Sommer wird man wohl einiges erleben können auf diesen Stufen. Was ich bis jetzt leider immer noch nicht gesehe habe ist der Jugendraum! Aber da bin ich wohl selbst schuld, Gelegenheiten gabs dazu genügend!

Gut gemacht, Gmünder! Ich wünsche euch ein ebenso gute inneres Gemeindeleben, wie ihr es nach außen hin demonstriert habt. Und einen Ratschlag habe ich noch: Ihr werdet sehen, dass die Zeit eures Gemeindebaus euch stark vereint hat. Jetzt ist die Gefahr unermesslich groß, dass ihr euch auf die faule Haut legt und somit passiv und lasch werdet. Dann wird der Zusammenhalt leiden und viele werden wegen ihrem großen Einsatz in der Bauzeit so manche Enttäuschung erleben in der Hinsicht, wie mit ihnen in den kommenden Jahren umgegangen wird.

Außerdem wird der Feind versuchen, euch nun von innen, aus den eigenen Reihen anzugreifen. Seid wachsam und klug, erkennt diese Wurzeln frühmöglich und erstickt sie in Liebe, damit aus euch nicht irgendwann zwei Gemeinden werden, die beide Anspruch auf das tolle haus erheben. Seid gesegnet und werdet ein Segen für andere!

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6 Meinungen zu “Einweihung in Schwäbisch Gmünd”

  1. justbridge 8 Oktober 2007 at 23:39 #

    Hi there,

    danke für die übelst guten Komplimente für unser neues Gemeindehaus!
    Aber ich vermute mal, dass Gott die Augen und Ohren der Besucher für die Fehler verschlossen hat, davon gabs nämlich genug.
    Aber wir sind trotzdem froh, dass es echt super abgelaufen ist.

    PS.
    Am Freitag hast du echt was verpasst!
    :)

  2. rob 9 Oktober 2007 at 07:51 #

    Hi!
    Ja, das is mir auch schon gesagt worden…aber am Freitag war ich eben bei Michael W. Smith! Ich kann dich jetzt aber irgendwie nicht mit jemandem in Verbindung bringen! Haben wir uns gesehen?? :?:

  3. nadz 15 Oktober 2007 at 19:12 #

    Ja, der Prediger war Daniel Siemens *lol*

  4. niki 19 Oktober 2007 at 23:55 #

    hey albert,
    ist echt interessant, mal ein kommentar von einem “außenstehenden” über unsere einweihung zu lesen. dein blog ist echt der hammer, dein schreibstil erstaunlich interessant und durchdacht, einmalig. hab dein blog in meine Favouriten aufgenommen.

    bin stolz dich in meiner icq kontaktliste haben zu dürfen ;-)

    mit freundschaftlichen grüßen, niki

  5. rob 20 Oktober 2007 at 09:54 #

    Oh, danke für die ganzen Komplimente! Wenn du mich nicht nur in den Favoriten haben willst, kannst du auch gern den RSS-Reader abonnieren (Dieses orangene Symbol ganz oben auf der Seite). Bei neuen Beiträgen erscheinen diese dann gleich in deiner Browser-Leiste ;-)

    Hast du denn schon mehrere Einträge gelesen, dass du sagen kannst, mein Schreibstil sei interessant?

  6. niki 26 Oktober 2007 at 17:10 #

    ja ich hab schon ein paar mehr berichte gelesen, das mit dem rss reader hab ich nicht verstanden… aber das ist schon ok, ich schau auch so rein… will doch wissen wie das mit dem laptop ausgeht :) ))

Wie ist deine Meinung dazu?


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