Der Kampf jedes Mannes

Geschrieben am 16.Sep 2008 in Denk nach!    Drucken Drucken

Zur Zeit beschäftigt mich ein Thema, das von der Allgemeinheit nicht oft besprochen wird. Jeder weiß es, jeder sieht es, die meisten tolerieren es oder haben das Gefühl dafür schon längst verloren, weil es so “normal” geworden ist. Ganz selten sieht man Menschen (Männer, denn Frauen haben das Problem deutlich seltener), die dagegen anzukämpfen versuchen. Einer davon ist David Duchovny, Akte-X-Star, der sich wegen eben diesem Problem zur Zeit in Therapie befindet.

Schätzungsweise 5-8 von 10 Männern, die jetzt darüber grinsen oder den Kopf schütteln, stecken allerdings in der gleichen Klemme: Laut einer amerikanischen Studie haben mindestens 50% aller Männer in irgendeiner Weise Probleme mit unnormaler Sexualitätsauslebung, sei es in Tat oder Gedanken.
Das ist übrigens auch einer der schwer wiegensten Gründe, wieso Ehen heute nicht mehr funktionieren: Männer haben nicht mehr die Kraft, sich mannhaft zu verhalten, sondern laufen der übersexualisierten Meinung der Gesellschaft hinterher. Trotz dessen, dass viele zwar Freundin oder bereits eine Frau haben, ändert dies nichts in der Gesinnung der meisten Männer: Jedem Arsch wird hinterhergeschaut, zu jeder Figur lässt sich ein Kommentar hören.

Wohlgemerkt: Diese Handlungen sind ansteckend! Auch wenn du moralisch gesehen einwandfrei bist – “Mann” läuft immer Gefahr, auf den Zug aufzuspringen ebenso zu handeln, zu reden und zu denken.
Was ist das Resultat? Unzufriedenheit mit der eigenen Situation. Der Hausfrieden – oder zumindest die Harmonie mit der Freundin – leidet darunter, auch wenn man das Thema nicht einmal in den Mund nimmt.

Männer haben oft unglaubliche Vorstellungsvermögen. So lassen sich Gesichter austauschen, während man mit seiner Liebsten zusammen ist oder Wünsche werden in den Partner hineinprojeziert. Wünsche, die man eventuell woanders gesehen hat – in Heften, Filmen oder im Internet. Die Folge: Enttäuschung, weil den Erwartungen nicht entsprochen wird. Wer ist dann Schuld? Deine Freundin? Weil sie deinen ständig wachsenden Wünschen nicht folgt? Oder du, weil du zulässt, dass deine Lust mit dir macht, was sie will? Sie macht dich zum Sklaven und wird dich immer unzufrieden zurücklassen.
Meiner Meinung nach werden solche Probleme in der Zukunft noch zunehmen, da es immer einfacher wird, an Material mit unmoralischen Inhalten zu kommen. Männer mit starkem Willen werden sich immer häufiger beugen und nachgeben. Ihre Frauen und Familien, ja vor allem sie selbst werden darunter leiden. Die klassische Familie, die miteinander aufwächst und in der sich Mutter und Vater erst trennen, weil sie gestorben sind, wird es als Resultat dessen immer seltener geben.

Wie siehts bei dir aus? Bist du umringt von Freunden oder Kollegen, die jeden Tag anderen Frauen hinterherschauen oder Punkte für das Seite-1-Girl der Bild-Zeitung vergeben und sich die Pin-Up-Girls dann irgendwo aufhängen? Oder ist es nicht mal das – nur dass dich ständig Gedanken in die Knie zwingen – Gedanken, die dich nicht mehr ruhig lernen oder arbeiten lassen, die dich von allem ablenken und die einfach nur zufriedengestellt werden wollen?

Es gibt Männer, denen macht das nichts aus. Sie werden diese Gedanken bis ins Rentneralter mit sich schleppen und somit auch selten glücklich in ihren Partnerschaften (denn meistens werden es mehrere sein) werden.

Es gibt aber auch Männer wie David Duchovny, die sagen

“Okay, ich habe dieses Problem und ich will es bewältigen. Wie lange soll ich es denn noch mit mir rumschleppen? 10 Jahre? Warum dann nicht lieber 5? Und wenn ich mir sowieso schon einen Zeitplan setze, warum dann nicht 1 Jahr? Oder besser: Warum nicht sofort??”

Ich weiß nicht, wer David belächelt hat. Ich auf jeden Fall fand seine Entscheidung sehr vorbildlich. Wenn du einer der 5-8 von 10 bist – dann streite es nicht ab, sondern lass den Gedanken zu, dich zu ändern und ein Mann zu werden. Und lass dich nicht täuschen: Leute wie Hugh Hefner sind keine richtigen Männer. Sie sind unfähig, Familien zu gründen und Kinder zu erziehen, unfähig für echte, treue, dauerhafte Beziehungen. Unfähig, weil sie keine Verantwortung übernehmen wollen. Unfähig, solange sie dabei bleiben, zu tun, was sie tun.
Solche Männer bringen die Menschheit nicht weiter.

Zu eben diesem Thema möchte ich das Buch “Every Man’s Battle” vorstellen. Leider noch nicht in deutsch, aber ich schätze, dass es nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Wirklich empfehlenswert, vor allem, weil es sich mit der Vorstellung Gottes für echte Männer beschäftigt. Und weil es eine echte Hilfe sein kann, für Männer, die sich selbst, ihre Familien und ihre Gesellschaft nicht verkommen lassen wollen. (Auch für Frauen gibt es Literatur: Every Woman’s battle)

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2 Meinungen zu “Der Kampf jedes Mannes”

  1. yanie 17 September 2008 at 22:04 #

    Doch gibt es! Im Hänssler Verlag. Es heißt “Jeder Mann und seine Versuchungen” von Arterburn/Stoker.

  2. [[Jo.]] 1 Oktober 2008 at 12:01 #

    ein guter und wichtiger Beitrag! Allerdings ist es nicht ganz so einfach wie es zunächst klingen mag. Denn obwohl die Gesellschaft in den letzten 10 Jahren erwiesenermaßen immer mehr durch die Verbreitung von Pornographie verwahrlost, reicht es nicht zu sagen, ein paar “Pin-up-Girls” würden genügen, um einen Mann unruhig, unzufrieden und schlussendlich beziehungsunfähig zu machen. Dazu gehört weitaus mehr. Ein wesentlicher Faktor spielt dabei sicherlich auch die Tabuisierung wichtiger Themen zur Aufklärung in jungen Jahren, welche dann durch Sexidole und schlechte Medien abgelöst wird. Besonders der Mann wird in heutigen Tagen durch eine regelrechte Reizüberflutung in den Medien verunsichert: wer es nicht in jungen Jahren gelernt hat, oder keine guten Rollenvorbilder hat, wird es in späteren Jahren erheblich schwerer haben, verantwortungsvoll und gut mit der eigenen Sexualität umzugehen, die ja gewissermaßen einen Teil des Menschen ausmacht.

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