Evangelische Kirche lehnt biblischen Schöpfungsbericht ab

Geschrieben am 01.Okt 2008 in Glaube    Drucken Drucken

SchöpfungBereits am 1. April 08 veröffentlichte das Landesgremium der Evangelischen Kirche (EKD) eine “Orientierungshilfe” mit dem Titel “Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule“.

Interessant ist, dass die EKD dabei zwar vom Schöpfungsglauben spricht, gleichzeitig aber aber nicht glaubt, dass die Welt so entstanden ist, wie es die Bibel berichtet. Vielmehr sei der biblische Bericht eine auf verschiedene Traditionen beruhende Erzählung, basierend auf überlieferte altorientalische Schöpfungsvorstellungen. Diese habe Israel aufgenommen und sie dann im Rahmen ihrer mit Gott gemachten Erfahrungen und ihres Weltverständnisses neu interpretiert. Somit ist für die EKD der biblische Schöpfungsbericht nur eine Erzählung, nicht jedoch bindendes Wort Gottes. Die EKD geht sogar noch einen Schritt weiter und schreibt unter dem Titel “Irrwege des Kreationismus“:

“Kreationismus ist eine Sammelbezeichnung für – von Minderheiten im Christentum vertretene – Auffassungen, die sich vehement gegen die Annahme der Evolutionstheorie wenden. Ausgehend von der wörtlichen Inspiriertheit der biblischen Texte, verteidigt der Kreationismus die Irrtumslosigkeit der biblischen Schöpfungsberichte. Dabei schreckt er auch vor Einwendungen nicht zurück, die eindeutig als unseriös bezeichnet werden müssen.”

Mit solchen Aussagen wird nicht nur die Irrtumslosigkeit der biblischen Schöpfungsberichte infrage gestellt, sondern die ganze Bibel! Denn wenn die Schöpfungsberichte nicht glaubwürdig sind, inwieweit ist es dann der Rest?

Leider bestätigen solche “Orientierungshilfen” einmal mehr, welch tragischen und armseligen Kurs die EKD eingeschlagen hat. Er führt von der biblischen Wahrheit weg, hin zu menschlichen, philosophischen Erklärungsversuchen. Wer jedoch bei der Bibel bleibt, kann nie und nimmer die Evolutionstheorie befürworten. Die Bibel sagt:

“In Ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und auf Erden ist” (Kol. 1,16) und “Gott trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft” (Hebr. 1,3). “Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, sodass die Dinge, die man sieht, nicht aus Sichtbarem entstanden sind” (Hebr. 11,3).

Mit einer Annäherung an die Evolutionstheorie kommt die EKD nun aber auch in Erklärungsnotstand bezüglich der Wunder Jesu.Denn diese sind naturwissenschaftlich nicht fassbar – vielmehr zeugen gerade sie von der Schöpfermacht Gottes, der nicht nur die Naturgesetze geschaffen hat, sondern diese auch in seiner Souveränität ändern oder außer Kraft setzen kann.

Leider bleibt der EKD und allen Befürwortern der Evolutionstheorie in christlichen Kreisen nur folgende, mahnende Worte Jesu entgegenzusetzen:

Aber Jesus antwortete Ihnen (den Pharisäern und Schriftgelehrten) und sprach: Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften noch die Kraft Gottes kennt” (Mt. 22,29)

Führende Theologen erweisen sich hier als Blindenführer und Wölfe im Schafspelz. Es sind nicht Atheisten, sondern Theologen, die sich als Totengräber des Glaubens hervortun. Wenn nun die EKD bibeltreue Christen als eine “Minderheit im Christentum” verschreit, dann kann sich diese vertrauensvoll am Wort Gottes festhalten:

“Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen!” (Mt. 24,35)

(Quelle: Mitternachttsruf 10/08)

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4 Meinungen zu “Evangelische Kirche lehnt biblischen Schöpfungsbericht ab”

  1. [[Jo.]] 1 Oktober 2008 at 12:39 #

    Es ist durchaus möglich, an die Bibel zu glauben und dennoch nicht die Sonne als wandernden Planeten zu sehen oder den Hasen als Wiederkäuer. Warum? Weil die Bibel kein Naturwissenschaftliches Fachbuch ist. Als Leitfaden für uns Christen ist sie doch umso wichtiger! Weil es um die Botschaft zwischen Gott und den Menschen geht. Das ist zumindest meine Meinung. Worte sind immer dehnbar, aber Gott bleibt. Die Botschaft der Bibel wird sich nicht ändern, nur weil der Mensch neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnt.
    Linktipp: http://www.bibelpraxis.de/index.php?article.1579

  2. Lex 1 Oktober 2008 at 16:07 #

    Der Hase ist ein Widerkäuer. In diesem Punkt hat die Bibel auf jeden Fall recht. Nachfolgend ein Auszug aus dem Wikipedia Artikel zu den Hasenartigen:

    “Der Magen [der Hasenartigen] ist aufgrund der sehr schwer verdaulichen und zellulosereichen Nahrung zu einer effektiven Verdauung nicht in der Lage, daher stellt der Blinddarm den Hauptverdauungsbereich der Hasenartigen dar (Caecotrophie), in dem mit Hilfe einer effektiven Darmflora der Nahrungsbrei aufgeschlossen wird. Aus dem Blinddarm wird die so verdaute Nahrung an den Dickdarm weitergegeben. Damit die freigewordenen Nährstoffe dem Körper zugute kommen können, müssen die Tiere den Nahrungsbrei nochmals aufnehmen. Sie scheiden ihn als weiche Kotpillen aus (Caecotrophe) und schlucken sie danach direkt wieder, die Nährstoffaufnahme erfolgt bei der nächsten Dünndarmpassage. Der eigentliche Kot besteht dagegen aus harten Kotpillen. Obwohl das biologische Prinzip nahezu das gleiche ist wie bei den Wiederkäuern, zählen die Hasentiere nicht zu dieser Gattung, da der Magentrakt anders aufgebaut ist und die Verdauung letztlich im Dickdarm stattfindet und die Nahrung erneut aufgenommen, anstatt hochgewürgt wird.”

    Hier ein Link auf die Seite der Humboldt-Universität mit einer schematischen Darstellung, die den Vorgang der Caecotrophie illustriert:
    http://www.sammlungen.hu-berlin.de/dokumente/12363/

    Der Behauptung, dass die Bibel kein naturwissenschaftliches Buch ist, stimme ich voll und ganz zu. Wenn die Bibel den Hasen als Widerkäuer bezeichnet, ist somit also nicht gemeint, dass er wissenschaftlich gesehen der Gattung der Ruminantia (Widerkäuer) als Unterordnung der Artiodactyla (Paarhufer) angehört, sondern ganz einfach, dass die Hasen ihre Nahrung doppelt verdauen, also “wieder”käuen. Das biologische Prinzip ist, wie oben beschrieben, nahezu das gleiche.

    Da sich dieser Vorgang Nachts abspielt, wenn die meisten Menschen schlafen, ist es nicht weiter verwunderlich, dass Hasenartige als Haustiere so weit verbreitet sind und doch so wenige davon wissen. Meines Wissens wurde diese Eigenschaft der Hasen 1882 das erste Mal in einer französischen Tierärztezeitung beschrieben. Ungefähr 3500 Jahre nach Mose.

  3. Lex 1 Oktober 2008 at 16:44 #

    Was die Sonne angeht: Auch hier gilt der Grundsatz, dass die Bibel kein wissenschaftliches Fachbuch ist. Wenn im Josua-Buch behauptet wird, dass die Sonne stillstand, kann daraus deswegen nicht geschlussfolgert werden, dass sie nach Auffassung der Autors normalerweise um die Erde kreist. So hat die katholische Kirche im Streit mit Galileo Galilei argumentiert. Wenn die Sonne nach Josua stillstand, ist damit lediglich gesagt, dass sie aus der Sicht des Autors stillstand. Und das entspricht der Beobachtung, die jeder machen kann. Obwohl wir es besser wissen, reden wir doch alle von “Sonnenaufgang” und “Sonnenuntergang”. Es verhält sich wie beim Hasen. Aus der Sicht des Menschen käut er wieder, was er zuvor ausgeschieden hat. Das entspricht zwar nicht der wissenschaftlichen “Definition” eines “Widerkäuers”, jedoch der Beobachtung die jeder Mensch machen kann.

  4. rob 8 Oktober 2008 at 10:17 #

    Klasse Jungs, gute Kommentare. Weiter so!

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