Gab es in Winnenden auch eine Cassie Bernall?
Sie war 17 Jahre alt. Er funkelte sie hasserfüllt an, die Waffe hielt er auf ihr Gesicht gerichtet.
“Glaubst du an Gott?”
Sie hielt inne. Bei dieser Frage ging es um Leben oder Tod, und sie wusste es. “Ja, ich glaube an Gott.”
“Warum?”, fragte ihr Scharfrichter. Aber er gab ihr keine Gelegenheit mehr zu antworten. Er drückte ab.
Das Mädchen blieb tot zu seinen Füßen liegen.
Die Geschichte von Cassie Bernall bewegte weltweit Millionen von Menschen und führte vor allem junge Christen wieder zu einer persönlichen Beziehung zu Gott. Was damals an der Columbine Highschool in den USA passierte, wiederholte sich heute in Winnenden.
Damals starb eine Christin für ihren Glauben, und wie bei einem Samenkorn, das in die Erde gelegt wird und stirbt, wuchs daraus tausendfache Frucht. Obwohl ihr Tod für Familie und Freunde natürlich traurig war, brachte er dennoch Frucht und veränderte eine Generation von jungen Leuten.
Ich frage mich, ob es auch in Deutschland eine Person gab, die sterben musste, weil sie “Ja, ich glaube” sagte. Wenn nicht, dann wird der Tod dieser Menschen sinnlos und umsonst gewesen sein und nichts als Schmerzen und Trauer hinterlassen.
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