Mehr Rechte für gleichgeschlechtliche Ehepaare mit Kind?
Soeben hörte ich in den Nachrichten, dass Frau Ministerin Zypries mehr Rechte für homosexuelle Paare fordert, die ein oder mehrere Kinder erziehen. Zum einen habe sich das Familienbild in den letzen Jahren grundlegend geändert, zum anderen habe eine Studie ergeben, dass Kinder, die von gleichgeschlechtlichen Ehepartnern erzogen werden, nicht anders aufwachsen als Kinder aus traditionellen Familien mit einem Vater und einer Mutter.
Ich hatte leider noch keine direkte Gelegenheit, mir diese Studie genauer anzusehen, jedoch wage ich, dieses Ergebnis zu bezweifeln.
Wenn Frau Zypries meint, Kinder aus einer Homo-Ehe würden “normal” aufwachsen, dann muss man dabei natürlich beachten, dass es in ihren Augen natürlich normal ist, wenn sich Kinder immer am Lebensstil der Eltern orientieren. Ich bezweifle mal kurz, ohne es besser zu wissen, dass die Studie so weit ging, dass man jetzt schon Einblick in die sexuelle Orientierung der Kinder gewinnen kann. Jeder kann sich allerdings ausmalen, was mit einem kleinen Jungen geschieht, der niemals eine männliche Vorbildsfunktion, einen Vater, kennenlernt. Entweder wird aus ihm ein Playboy, der sich besonders gut mit Frauen auskennt, oder aber er nimmt die Züge zweier Mütter an, die ihn auch als solche erzogen haben.
Ich habe nichts gegen mehr Rechte und möchte auch niemanden diskriminieren, darum geht’s nicht. Sondern darum, dass keine Frau der Welt einem Kind den Vater ersetzen kann.
Was meint ihr dazu? Andere Meinungen sind zu einer fairen Diskussion gern gesehen.
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“Jeder kann sich allerdings ausmalen, was mit einem kleinen Jungen geschieht, der niemals eine männliche Vorbildsfunktion, einen Vater, kennenlernt. Entweder wird aus ihm ein Playboy, der sich besonders Hut mit Frauen auskennt, oder aber er nimmt die Züge zweier Mütter an, die ihn auch als solche erzogen haben.”
-> oder wird er vielleicht einfach ein ganz normaler Junge wie tausend andere vor ihm die ohne einen vater aufgewachsen sind?
Liegt aber nicht gerade hier der Unterschied? Jungs, die ohne einen Vater aufgewachsen sind (z.B. Halbwaisen), hatten nicht zwei Mütter, von der eine sich vielleicht sogar als Vaterfigur ausgibt.
Ich bin gespannt, ob es nicht bald eine Gegenstudie gibt, die aussagt, dass Jungs, die von lesbischen Eltern erzogen wurden, tendenziell öfter schwul werden (oder in die Gegenrichtung: zu Machos werden) als Kinder, die in traditionellen Familien aufwachsen.
(Jetzt muss man schon von “traditioneller Familie” reden wenn man Vater Mutter Kind meint…)
Und was sagst du dann zu Leuten, die beispielsweise bei alleinerziehenden Eltern aufwachsen, und wo vllt öfter mal der beste Freund/Freundin da ist. Werden die auch alle automatisch gay?
Oder Leute, die tagsüber bei ner Pflegefamilie sind, wo nur die Mutter zu Hause ist, und die danach nach Hause zur Mutter gehen? Alle lesbisch/schwul? Es gibt so viele Personen im Leben eines Kindes, die eine Rolle spielen in der Erziehung und Entwicklung, dass das nun wirklich nicht zieht.
Mal ganz abgesehen davon haben Schwule auch weibliche Freunde, und umgekehrt. Wenns dir um das fehlen von Rollenmodellen geht, würd ich mir mal eher Sorgen machen um die Leute die in katholischen Mädchen/Jungenschulen gehen.
Und schön paradox: Foto mit Regenbogen im Hintergrund ;D Warst du etwa auf’m CSD?
Von “automatisch irgendwie werden” hat ja keiner geredet. Wir wissen es nicht, da momentan die Studie noch nicht so weit geht, um die Tendenz sehen zu können.
Außerdem ist es etwas gänzlich anderes, wenn öfter mal der Freund oder die Freundin in der Familie zu Besuch ist oder man zu einem der beiden “Mama” oder “Papa” sagt, oder?
Hier gibt es einige Erklärungsversuche, wie Homosexualität entsteht. Selbst schwule Männer berichten sehr oft davon, in gestörten Familienverhätnissen aufgwachsen zu sein.
Ich hoffe wir driften nicht vom Thema ab.
P.S. Zu Jungen/Mädchenschulen im Katholizismus: Wir alle wissen spätestens seit den Berichten aus Irland, was da abgeht.
Viele Psychologen die nicht nach der Pfeife des Zeitgeistes tanzen, befinden, dass vor allem homosexuelle Männer als Kinder eine gestörte Beziehung zu ihren Vätern hatten. Oft natürlich. Nicht immer. Um Einwände gleich vorweg zu nehmen.
Der Mensch findet grunsätzlich interessant, was ihm unbekannt ist. Z.B. andere Kulturen, Sprachen usw. Jungs, die ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Männlichkeit haben, z.B. wegen schlechter männlicher Vorbilder (bekloppte Väter) oder femininer Erziehung, (dies bedeutet nich zwangsläufig eine Erziehung durch Frauen. Auch alleinerziehende Frauen können ihre Söhne zu Männern erziehen) entwickeln eher Neugier und Interesse für das männliche Geschlecht, da sie nicht gelernt haben, sich mit diesem zu identifizieren und die Beschäftigung mit Männern daher reizvoller ist.
Zu dem Einwand von Anne: Ich denke Kinder von Berufstätigen oder Alleinerziehenden Eltern sich nicht unbedingt “gay”gefährdeter. Es kommt drauf an zu was man seine Kinder erzieht. Zu Männern oder zu Frauen. In Zeiten des allgemeinen männlichen “Waschlappentums”, haben Jungs, so meine ich, oft das größere Problem sich mit ihrem Geschlecht zu identifizieren.
Also ich glaube, wenn ich einen Waschlappen zum Vater hätte, wärs schlimm. Aber wenns zwei wären, dann wärs furchtbar. (heul)
Oh oh, jetzt wirds kritisch … ups
Hoffe das nimmt dir jetzt keiner übel