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	<title>BE A PL@NETSHAKER! &#187; Wut</title>
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		<title>Wut macht noch wütender</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Dec 2006 11:20:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denk nach!]]></category>
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		<description><![CDATA[Trier/Oberhausen (dpa/gms) &#8211; &#8220;Dampf ablassen&#8221; ist gesund, sagt der Volksmund. Dabei kann genau das Gegenteil der Fall sein. Psychologen warnen: Wer seine Wut nicht kontrolliert, wird bald von ihr kontrolliert. &#8220;Aber die &#220;berzeugung, dass das Ausleben von Gef&#252;hlen die Neigung zu Aggressionen mindert, h&#228;lt sich weiter hartn&#228;ckig&#8221;, sagt Leo Montada, Professor f&#252;r Psychologie an der [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trier/Oberhausen (dpa/gms) &#8211; &#8220;Dampf ablassen&#8221; ist gesund, sagt der Volksmund. Dabei kann genau das Gegenteil der Fall sein. Psychologen warnen: Wer seine Wut nicht kontrolliert, wird bald von ihr kontrolliert.</strong></p>
<p>&#8220;Aber die &Uuml;berzeugung, dass das Ausleben von Gef&uuml;hlen die Neigung zu Aggressionen mindert, h&auml;lt sich weiter hartn&auml;ckig&#8221;, sagt Leo Montada, Professor f&uuml;r Psychologie an der Universit&auml;t Trier. Ein ber&uuml;hmter Verfechter des Gedankens, seine Wut heraus zu lassen sei gut, war Sigmund Freud, der Begr&uuml;nder der Triebtheorie. Der &ouml;sterreichische Arzt und Vater der Psychoanalyse ging dabei von einem angeborenen Aggressionstrieb aus. Wenn dieser immer wieder unterdr&uuml;ckt wird, seien seelische St&ouml;rungen die Folge.</p>
<p>&#8220;Unsinn&#8221;, sagt der Psychologe Karl Landscheidt aus Oberhausen. &#8220;Nat&uuml;rlich ist Wut eine emotionale Reaktion auf bestimmte Umst&auml;nde. Aber die Vorstellung, es sei ungesund, Wut zu unterdr&uuml;cken, ist schlicht falsch.&#8221; Grunds&auml;tzlich gilt: &#8220;Ob man auf etwas w&uuml;tend reagiert, h&auml;ngt davon ab, wie die Sache bewertet wird&#8221;, erl&auml;utert die Psychologin und Unternehmensberaterin Peri Kholghi aus dem hessischen Bensheim.</p>
<p><span id="more-372"></span></p>
<p>Und Psychologe Landscheidt erg&auml;nzt: Bei Wut wird dem Gegen&uuml;ber h&auml;ufig eine b&ouml;se Absicht unterstellt. Und daher kann Wut sofort verschwinden, wenn dieser Grund pl&ouml;tzlich nicht mehr greift. &#8220;Stellen Sie sich vor, Ihnen f&auml;hrt auf der Autobahn ein Sechser-BMW dicht auf. Das macht Sie w&uuml;tend. Pl&ouml;tzlich sehen Sie, dass das ein Arzt im Einsatz ist und der BMW es aus diesem Grund eilig hat: Die Wut ist dann von der einen zur anderen Sekunde weg.&#8221;</p>
<p>Wut ist also auch Einstellungssache. &#8220;Wenig aggressive Personen empfinden seltener Situationen als &auml;rgerlich.&#8221; Zwar spielten die Gene mit eine Rolle, so der Psychologe, das Verhalten werde aber auch durch Lernen beeinflusst. Einige werden daher h&auml;ufiger und heftiger w&uuml;tend. &#8220;Wer viele egoistische Anspr&uuml;che hat, sieht sie eher als verletzt an als jemand, der seine eigenen Anspr&uuml;che mit den berechtigten Anliegen anderer abgleicht&#8221;, erl&auml;utert Prof. Montada.</p>
<p>Dabei gehen M&auml;nner und Frauen mit ihrer Wut unterschiedlich um. &#8220;M&auml;nner sind eher wettbewerbsorientiert und sehen die Wut auch als M&ouml;glichkeit an, sich mit jemanden auseinander zu setzen und m&ouml;glicherweise als Sieger aus der Situation hervorzugehen&#8221;, erkl&auml;rt Psychologin Kholghi. Dagegen seien Frauen eher nach innen gerichtet und stellten sich Fragen wie: &#8220;Warum regst du dich auf, bleib doch gelassen.&#8221;</p>
<p>Weder das eine noch das andere Extrem ist laut Kholgi richtig: &#8220;Wir brauchen beides. Wenn man die Wut immer nur auf sich selber zur&uuml;ckf&uuml;hrt, dann vermeidet man die Auseinandersetzung und damit eine L&ouml;sung des Konflikts.&#8221; Richtig w&auml;re es, zun&auml;chst die Wut zu akzeptieren, um dann mit dem Betreffenden in Ruhe dar&uuml;ber zu reden. &#8220;Denn das wird immer schwieriger, je l&auml;nger man wartet, da sich dann die Aggression immer mehr aufstaut.&#8221; Ob einem das die Sache dann wert ist, muss jeder f&uuml;r sich selbst entscheiden. &#8220;Man muss nicht alles problematisieren und ausfechten&#8221;, sagt Kholghi.</p>
<p>Wer nicht gleich rot sieht, kann sogar Positives aus seiner Wut ziehen. &#8220;Wut wird immer nur als etwas Schlechtes dargestellt, doch sie kann auch durchaus Gutes bewirken und zu Leistungen anspornen, die man sonst nicht zustande gebracht h&auml;tte&#8221;, erkl&auml;rt Kholghi. So lasse sich aus der Wut Energie ableiten, um die Situation beim n&auml;chsten Mal besser zu meistern.</p>
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